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Rubato
aus der Fotosserie „Sinfonie“ 2007/2008

Presse


Der Optimierte

UA 2.9.2016 Theater Sprechwerk, Hamburg

(…) Die karge Bühne und das reduzierte Spiel lassen den wortgewaltigen und klugen Dialogen Raum. Das eher stille Stück fließt anfangs angenehm dahin. Doch die Regisseurin Friederike Barthel versteht es, den Verlauf psychologisch so zu verdichten, dass sich ganz unbemerkt eine enorme Wucht aufbaut, die sich unter die Haut gräbt. Ohne großen Knall, aber gleichermaßen wirksam.
Szene Hamburg 10/2016

Scherbenkonto

28.11.14 Inszenierung : Peter Tiefenbrunner, Theater im Viertel, Saarbrücken

(…) Das verheerende Gesamtbild aus all diesen in einem Vexierspiel schillernden Puzzleteilen darf sich der Zuschauer mit kriminalistischem Eifer erst ganz am Ende zusammensetzen. Das ließe sich als sensationsheischender Psychothriller mit emotionalen Exzessen inszenieren, doch Tiefenbrunner setzt nicht auf vordergründige Effekthascherei: Er lotst seine Schauspieler sicher durch ein spannendes Kammerspiel, das nicht zuletzt von einem gewissen zynischen Witz lebt.
Saarbrücker Zeitung 1.12.2014

UA 27.2.2013 von ZAT im monsun theater, Hamburg

(…) Das Stück von Tilla Lingenberg lebt gerade davon, dass es nicht so leicht durchschaubar ist, wie die vermeintliche Konstruktion vermuten lässt. In jedem der Durchgänge kommen neue Tatsachen heraus, die die Figuren in jeweils anderen Licht erscheinen lassen. Dennoch schließen sie sich nicht gegenseitig aus sondern ergänzen sich zu einem stimmigen Gesamtbild, das aber immer noch genügend Fragen offen lässt, um interessant zu bleiben. Lingenberg verwendet eine knappe, lakonische Sprache. Geschwätzigkeit ist diesen Menschen, die eindeutig in Hamburg angesiedelt sind, fremd. Das Wichtige bleibt oft unausgesprochen und klingt dennoch unüberhörbar an. Ohne zusätzliche Schnörkel zu benötigen, vertraut Regisseur Tilman Madaus ganz dem Text und seinen Darstellern, die auch die feinen Zwischentöne ausloten können – zu Recht: ein sehenswerter Theaterabend.
www.hamburgtheater.de März 2013

(…) Vieles wie schon oft gesehen in diesem Drei­ecks­psy­cho­spiel um kaputte Kind­heit und Vater-Sohn- sowie Vater-Tochter-Traumata, könnte man denken. Doch eine span­nende Drama­turgie, gute Dialoge und drei exzel­lente Schau­spieler (Claudia Reimer, Pegan van Pelt und Torsten M. Krogh) machen aus dem „Scher­ben­konto“ ein dichtes, jeder­zeit sehens­wertes Theatererlebnis.
godot-hamburg.de
  März 2013

namenlos

3.Preis beim 3.Augsburger Dramtikerpreis 2011

Mit dem dramaturgisch modernsten Stück, das sich auf mehreren Ebenen bewegt, hat Tilla Lingenberg einen Preis erspielt.
Top-Schwaben 2/2011

Mein Bruder Paul

Nominiert für den dm-Autorenpreis 2008 für ein Jugend-Klassenzimmerstück, Badische Landesbühne Bruchsal

Aus der Jurybegründung: „ (…) Tilla Lingenberg zeichnet in ihrem Monolog „Mein Bruder Paul“ ein lebendiges und berührendes Bild eines verletzlichen Jungen, der einiges einstecken muss, bis er schließlich zurückschlägt. Geschlagen werden – selbst zuschlagen: Die Jury hat dieses Stück für das Finale ausgewählt, weil es mit großer sprachlicher Leichtigkeit, auf sehr sympathische und glaubhafte Weise ein ernstes Thema öffnet, das viele Jugendliche betrifft und zugleich ein Tabu ist. Die Autorin erzeugt durch ihre besondere Erzählweise Distanz und Nähe zugleich: Simon spricht über Paul – oder spricht er über sich selbst?“

UA 30.März 2009 Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Der Amoklauf an einer Schule in Winnenden gibt dem Stück eine brisante Aktualität. Tilla Lingenbergs Stück über jugendliche Gewalttäter „Mein Bruder Paul“ hat gestern mit dem Schauspieler Stephan Wriecz im Klassenzimmer der Pestalozzi-Hauptschule seine Uraufführung erlebt. Alle Kinder haben verstanden: Pauls Verletzungen, seine Wut, seine Einsamkeit.
Die Rheinpfalz 31.3.2009

In einem zum Teil ergreifenden Monolog berichtet der Mann mit dem Kapuzenpulli den Schülern von fehlender Nestwärme und vor allem: vom großen Schweigen in der Familie.
(…) Mit der Wahl des Stücks habe man bewusst auf ein ernstes Thema gesetzt, das viele Jugendliche betreffe, zugleich aber auch ein Tabu sei, sagt Regisseurin Adorján. Das Stück der Autorin Tilla Lingenberg treffe den Nerv der Zeit.
ZDF-Theaterkanal 30.3.2009

Wagen 1322

Siegerstück 1.Autorenwettbew. für Stücke in einem Bus, Theater d.Jungen Welt Leipzig

Aus der Jurybegründung: „Der Autorin gelingt es, die beiden Figuren mit wenigen Andeutungen typisch zu zeichnen, als zwei Beschädigte, Verzweifelte unserer Gesellschaft. In den knappen, auf schnelle Repliken aufbauenden Dialogen beweist die Autorin ihr Talent für Sprache und dramatische Situation. Sie hat mit „Wagen 1322“ einen Bus zum mitagierenden Spielort ihres Stückes erfunden und somit die Ausschreibung des Wettbewerbs produktiv umgesetzt. Der Bus wird zu einem Druckraum. In ihm verdichten sich Handlung und Kommunikation, in ihm wechseln Hilflosigkeit und Aggression sich ab. Die Geschichte hält überraschende Wendungen parat und ist mit ihrem plötzlichen Schluss alles andere als eindeutig. Fragen bleiben offen, Fragen an die Zuschauer und letztendlich an die Gesellschaft.“

UA 31.Mai 2007 Theater der Jungen Welt Leipzig

„Die Geschichte zwischen den Zeilen ist die spannendere, die Lingenberg, Schütz und die zwei Darstellerinnen eindrücklich zu erzählen wissen.“
Leipziger Volkszeitung 2./3.6.2007

„Und kurz vor Schluss der einen Spiel-Stunde wendet sich die etwas vorhersehbare Dramaturgie dann noch in ein unerwartetes, verstörendes Ende.“
Die Deutsche Bühne 7/2007

„Am Ende des Stückes überwiegt dann jedoch statt Überdeutlichkeit eine kluge Offenheit. Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, ob hier eine Kindsmörderin oder ein unschuldiges Opfer auf dem Boden des Busses liegen bleibt.“
Leipziger Stadtmagazin Juli 2007

amok.loo

UA 24.4.2007 Burghofbühne Dinslaken

Nach einem Gastspiel in Moers heißt es unter der Überschrift Theater, das aufrüttelt: „amok.loo“ ist ein Lehrstück im besten Sinne: Es rüttelt auf, sensibilisiert, zwingt zum Nachdenken. Und es ist ein gutes Stück  Prävention.“
NRZ Moers, 25.01.2008

„amok.loo ein starkes Stück Jugendtheater. Ein Stück von beklemmender Aktualität. (…) Das Stück zeigt viel und erklärt nichts. Es bietet keine Problemlösung an – dafür aber umso mehr Diskussionsstoff.“
Rheinische Post 25.4.2007

„amok.loo ist kein Stück, das Platz für spannungsabbauende Momente ließe.“
Niederrheinische Zeitung 25.4.2007

Nichts

Kaffee.Satz.Lesen bei der rederei Hamburg war natürlich mal wieder sensationell.
Tilla Lingenberg hatte fünf großartig besetzte, sehr junge Schauspieler dabei, die in einer szenischen Lesung mit Worten, die überhaupt nichts sagen, sehr viel sagten.
Theaterblog 31.01.2005